St. Anna Wülfte

 

                                   


       St. Anna Wülfte 

Die St. Anna Kapelle Wülfte wurde um 1690

errichtet. In diesem Zeitraum

wurde sie erstmalig schriftlich erwähnt.

Die ursprüngliche Kapelle war ein einfacher

Rechteckbau.

Erweitert wurde sie nach dem ersten Weltkrieg.

Nach einem Kostenvoranschlag sollte der Bau 35.000

Mark kosten. Durch verschiedene Aktionen, u.a. auch

durch Beteiligung der Nachbargemeinden, wurde die

Summe zusammengebracht.

 

Endgültige Baupläne gab es vom Paderborner Diözesanbaumeister Kurt Matern

im Mai 1920. Der Grundstein wurde am 1.Juni 1921 gelegt.

Im folgenden Jahr, am 25. Juni, wurde die Kapelle eingeweiht.

 

Die erste Glocke erhielt die St. Anna Kapelle im Jahr 1690.

Diese rief die Gläubigen zum Gebet und zu den Gottesdiensten,

zu Versammlungen und zur Brandbekämpfung.

Die Glocke war auf den Ton g‘‘ gestimmt, hatte einen Durchmesser

von 48 cm und wog 65 kg. Eingraviert war der Spruch:

„Wenn meine Stimme tönt umher gib Du dem Höchsten Preis und Ehr!“

 

Die Glocke wurde im 2. Weltkrieg eingeschmolzen

(Frühling 1942). Es wurde aber gleich eine neue

gegossen, welche auf d‘‘ gestimmt war und 90 kg wog.

Sie weist aber keinerlei Verzierungen auf, da dies

zu der Zeit verboten war.

Untergebracht wurde sie in dem kleinen Turm, welcher auf

das Dach aufgesetzt wurde.

 

 

  Der Altar gilt als ein Stück der Grundausstattung.

  Er soll bereits zur Einweihung als Altar gedient haben.

  Weiterhin gibt es in der Kirche viele Figuren aus Holz

  und Stein. An den Außenwänden, befinden sich Bilder,

  welche zur Festigung des Glaubens beitragen sollen.

  Der aus 14 Bildern bestehende Kreuzweg

  hängt in den Seitengängen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit Professor Dr. Hellmanns hatte die Wülfter Gemeinde von 1943 bis 1956

ihren ersten und auch leider einzigen eigenen Seelsorger.

Professor Dr. Hellmanns war zugleich Religionslehrer an der damaligen

Wülfter Schule und bot am Nachmittag für ältere Schüler die Christenlehre an.

Leider musste Prof. Dr. Hellmanns im November 1954 Wülfte verlassen.

Er zog in ein Hospital nahe bei Bochum. Oftmals besuchte er seine zweite

Heimat Wülfte. Bei seinem letzten Besuch am 10. Juni 1958, verstarb er plötzlich.

Seinem letzten Willen nach wurde er auf dem Friedhof von Wülfte beigesetzt.

 

 

 

 

Wenn man die Kirche von außen betrachtet, 

fallen einem ein paar Dinge auf.

Das große Holzkreuz auf der rechten Seite

ist ein Missionskreuz. Es wurde 1927 als

Erinnerung an die Volksmission aufgestellt.

 

 

                           

 

    In die Steinplatte über der Tür wurde

    folgendes eingraviert:

    DEO IN MEMORIAN SANNAE A-B-G-O-T-P-W-E 1690 =

    Errichtet im Jahre 1690 auf Veranlassung von

    Bartholomäus Gerwins aus Wülfte, Priester des Deutschen Ordens.

 

 

An der rechten Seite der Eingangstür ist eine in

Stein gemeißelte Abbildung von Jesus, der unter

dem Kreuz zusammenbricht. Leider ist das Ent-

stehungsdatum nicht bekannt



 

Versteckter liegen allerdings die beiden nächsten hier abgebildeten Bildern.

Diese beiden Platten geben genauere Daten über die Kirche preis.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Text und Bilder: Carolin Becker (Text wurde von der Redaktion gekürzt)