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Kinder der Kita St. Elisabeth sind dem Geheimnis des Pfingstfestes auf der Spur

Fünfzig Tage nach Ostern feiern Christen das Pfingstfest. Es ist das Fest des heiligen Geistes und der „Geburtstag“ der Kirche.

Wie es dazu kam, beschreibt der Evangelist Lukas:

Die Anhänger von Jesus trafen sich sieben Wochen nach seinem Tod wieder in Jerusalem. Die Jünger glaubten, dass Jesus auferstanden ist und zu Gott zurückgekehrt war.

Aber sie trauten sich noch nicht, diese frohe Botschaft zu verkünden. Jesus hatte ihnen versprochen, dass der Heilige Geist auf die Erde kommen würde und deshalb waren sie voller freudiger Erwartung.   Als sie sich in einem Haus versammelt hatten, sauste und brauste es in einem Raum wie bei einem Sturm. Plötzlich sahen die Freunde Zungen wie aus Feuer und die Kraft des Heiligen Geistes erfüllte sie. Sie begannen in unterschiedlichen Sprachen zu sprechen und jeder konnte den anderen verstehen.

Das Pfingstevangelium beeindruckt die Kinder der Kita St Elisabeth sehr, viele der Kinder wachsen selber mehrsprachig auf.

Die Taube gilt als Symbol des Heiligen Geistes. Schon in der Antike stand sie für Sanftmut und Liebe.

In der biblischen Geschichte von der Sintflut bringt eine von drei ausgesandten Tauben einen grünen Ölzweig zur Arche Noah zurück und signalisiert damit Rettung und Neuanfang. Auch mit diesem Evangelium beschäftigten sich die Kinder der Kita zu Beginn dieses Jahres im Rahmen eines Musicals.

Die eigentliche Herleitung der Taube als Symbol für den Heiligen Geist aber kommt aus dem Neuen Testament: Die Evangelisten berichten, dass sich nach der Taufe Jesu im Jordan der Himmel öffnete und der Geist Gottes in Gestalt einer Taube herabkam. Zugleich war die Stimme zu hören: „Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe“, wie es im Matthäus-Evangelium heißt.

In der kirchlichen Tradition steht sie für das Pfingstwunder – der Heilige Geist steigt hinab zu den Menschen. Dabei kommen in der biblischen Pfingstgeschichte überhaupt keine Tauben vor. Hier stehen ganz andere Bilder im Vordergrund: Es wird berichtet, wie die in Jerusalem versammelten Jesus-Anhänger plötzlich ein Brausen vom Himmel erleben, einen gewaltigen Wind, der das ganze Haus erfüllt. Ihre vielen Fragen sind plötzlich wie weggeblasen, sie verstehen auf einmal, was es mit Jesu Tod und Auferstehung auf sich hat und predigen dies in fremden Sprachen, die sie eigentlich gar nicht beherrschen.

In den Tagen vor dem Pfingstfest beschäftigen sie sich auch mit dem Projekt: Engel der Kulturen, für dessen Umsetzung die Kita im Jahr 2016 mit dem Ulla Preis des Erzbistums Paderborns ausgezeichnet worden war. Gemeinsam wurde gemalt, gebastelt und gepuzzelt, so dass die Friedenstaube gerade auch zum Pfingstfest im Mittelpunkt stand.

In unserer globalisierten Welt ist ein friedvolles und respektvolles Miteinander der Menschen bei aller Unterschiedlichkeit von Herkunft, Kultur und Weltanschauung Grundlage für eine lebenswerte Zukunft. Die Künstler aus Burscheid, Carmen Dietrich und Gregor Merten, sehen ihr Projekt als Symbol für Toleranz, interkulturellen Dialog und interreligiöses Miteinander der Weltreligionen. Die Künstler haben die drei Symbole der 3 abrahamitischen Weltreligionen, das Kreuz für das Christentum, den Halbmond für den Islam und den Stern für das Judentum so angeordnet, dass dadurch- zunächst zufällig- die Form eines Engels oder der Friedenstaube entstand.

Die Kita St. Elisabeth wurde zu Beginn diesen Jahres vom Erzbistum Paderborn als familienpastoraler Ort der Gemeinde rezertifiziert.

Manuela Elias