St. Johannes Bapt. Nehden

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Die erste urkundliche Erwähnung eines Kirchplatzes in Nehden erfolgte am 19. August 1342. Die Urkunde enthält drei Siegel: das des Ritters Siegfried aus Brilon, das des Johannes von Nehden und das Siegel dessen Bruders Hermann. 1681 erbaute die gute begüterte Familie Ulrich eine neue Kapelle, wie sie heute noch zu großen Teilen Besteht.

 

Für das 19. und 20. Jahrhundert sind Bauarbeiten und Anschaffungen überliefert. So wurde geweißelt und die Decke gesplisst. Im Jahre 1897 wurde ein Harmonium von der Firma Bisping in Münster gekauft und dafür eine Orgelbühne auf Gemeindekosten errichtet. 1901 wurde eine Pforte angelegt. 1904 wurde die Ausstattung um eine Antonius Statue sowie um eine Agatha Statue aus der Pfarrkirche in Thülen erweitert. 1905 ist von Arbeitern des Nehdener Marmorbruchs und dem Besitzer H. Dassel ein Weihwasserbecken aus Marmor gestiftet worden.

 

Bis zum Jahre 1923 durften in der St. Johannes Kapelle an Sonn- und Feiertagen keine Hl. Messen abgehalten werden. Das Bischöfliche Generalvikariat genehmigte ab dem 9. November 1923 die Lesung Hl. Messen, aber nicht an allen Feiertagen und anfangs nur von Oktober bis März.

 

Im Jahre 1947 wurde die Kapelle auf ihre jetzige Größe umgebaut. Es erfolgte ein Anbau mit Empore zur westlichen Seite. Die Kapelle erhielt als neuen Zugang eine Doppeltür mit sternförmig aufgetischlerten Eichenbrettern, schmiedeeisernen Bänder und Nägeln sowie Großinitialen über dem Oberlicht.

 

Ein achtseitiger Glockenturm für ein mittelschweres Geläut ersetzte den früheren Dachreiter. Zu der vorhandenen Glocke, die nach Johannes dem Täufer benannt wurde, beauftragte man die Glockengießerei Junker in Brilon mit der Fertigung neuer Glocken.

 

Im Jahre 1955 gingen die Kapelle und der Kirchplatz ins Eigentum des Erzbistums Paderborn bzw. der Pfarrgemeinde St. Dionysius Thülen über. Der Friedhof blieb jedoch in kommunaler Verwaltung. Im Sommer 1961 wurde nach einem Jahr Bauzeit eine maßgeschneiderte Orgel von Emil Hammer aus Hannover in die Kapelle eingebaut. Im Jahre 1969 erfolgten der Einbau einer Heizung und der Anbau der Sakristei. 1980 baute die Firma Stockmann aus Werl die Orgel leicht um und wartete sie. Im Jahre 1987 erfolgte eine Auffrischung mit einem einheitlichen Farbkonzept, und die Orgel wurde generalüberholt. Zum 900-jährigen Dorfjubiläum erfolgte im Jahre 2013 eine umfassenden Innenrenovierung.

Q: Semper Idem

Ansprechpartner der Gemeinde

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59929 Brilon-Thülen
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Öffnungszeiten

mittwochs von 14.00 bis 16.00 Uhr

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Zur Kapelle 15
59929 Brilon – Nehden